Dienstag, 17. Mai 2016

Becky Albertalli - Nur drei Worte [Rezension]

Dunkelbunt


Titel:
 Nur drei Worte

Autor:  Becky Albertalli
Genre: Roman | Jugendbuch
Erschienen: 26.02.2016
Verlag: Carlsen
Seiten: 320
erhältlich als: Hardcover, eBook
Reihe: nein

"Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf." [Quelle:klick

Das Cover finde ich ganz nett aber total überzeugen kann es mich nicht. 

Es ist ein seltsam subtiles Gespräch - fast merke ich gar nicht, dass ich erpresst werde.
Simon steckt in einer ziemlich blöden Situation fest: Er befindet sich gerade in einer Selbstfindungsphase, in der er seine Homosexualität entdeckt, und genau mit diesem Wissen wird er von einem Mitschüler erpresst. 

Simon schreibt sich anonyme Emails mit Blue, einem Jungen aus seiner Schule, von dem er aber nicht weiß wer er ist. Doch als Simon so eine Email an der Schule schreibt und sich nicht aus seinem Email Postfach ausloggt, macht Martin einen Screenshot und droht Simon damit, ihn gegen seinen Willen öffentlich zu outen wenn Simon Martin nicht in seine Clique integriert. Vor allem geht es Martin dabei um die hübsche Abby, die eine gute Freundin von Simon ist.

Von da an befindet sich Simon in einem Zwiespalt zwischen seinen Gefühlen für Blue und dem Bild, was sein Umfeld von ihm hat. Denn weder seine Freunde noch seine Familie wissen über seine Homosexualität Bescheid. 

Als Simon von Martin erpresst wird kann er einem nur leid tun. Er weiß noch gar nicht so recht wohin mit sich selbst und seinen Gefühlen, er ist im Begriff sich in Blue zu verlieben und schreibt sich täglich mit ihm Emails. Doch davon weiß niemand sonst bis Martin es herausfindet und sich unangenehm in Simons Leben einmischt. Nach dem ersten Schreck geht Simon aber souverän damit um und tut Martin ein paar Gefallen, ohne sich selbst zu sehr zu schaden. Vor allem versucht er dabei das zarte Band zu Blue nicht zu gefährden.

Simon ist mir von Anfang an sympathisch und auch Blue mag ich gern, auch wenn er zu Beginn noch nicht so richtig greifbar für mich war. Ich kann auch nicht sagen, dass ich Martin total abstoßend gefunden hätte denn er ist mehr oder weniger ein Außenseiter, der keine Chance hat an seinen Schwarm Abby heranzukommen, außer wenn Simon ihm ein wenig hilft. Dass er Simon erpresst ist natürlich nicht zu tolerieren, seine Entwicklung innerhalb des Buchs fand ich aber wirklich gut gelungen. Ich will nicht zu viel verraten aber ich kann sagen, dass ich Martin als Charakter sehr passend für die Story fand. 

Auch das gesamte Umfeld von Simon, besonders seine Eltern, waren mir sehr sympathisch. Es geht hier um junge Menschen, die sich alle in der kritischen Phase zwischen der Kindheit und dem Erwachsensein befinden und ich denke Becky Albertalli hat alle Charakter auf den Punkt getroffen. 

In der Schule, in der sich alles abspielt, geht es mir ein wenig zu harmlos zu. Homosexualität scheint dort kein allzu großes Problem für die Betroffenen zu sein, was ich für ein wenig zu verharmlost finde. Ich denke heutzutage hat man es als junge/r homosexuelle/r Frau/Mann doch noch ziemlich schwer in einem Soziotop wie der Schule. Generell muss sich Simon mit sehr wenigen Anfeindungen auseinandersetzen, allerdings handelt es sich hier ja auch um ein Jugendbuch für Jugendliche ab 14 Jahren und für diese Zielgruppe ist die "harmlose" Betrachtungsweise vielleicht gerade richtig. 

Ich kann mir "Nur drei Worte" sehr gut als Schullektüre vorstellen und ich bin mir sicher, dass das Buch eine Unterstützung für junge Männer, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, sein kann. 

Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt, mitgefiebert und die Protagonisten ins Herz geschlossen. Die 320 Seiten waren sehr schnell und einfach zu lesen, was bestimmt auch am aufgelockerten Schreibstil lag denn immer wieder sind die Kapitel von Simons und Blues Emails gespickt. Albertalli zeigt ein wunderbares Feingefühl und schafft eine ganz bezaubernde Geschichte, die mir gut gefallen hat.

Sehr gerne vergebe ich hier 4 von 5 Sternen.

Becky Albertalli hat als Psychologin schon mit vielen schlauen, schrägen, wunderbaren Teenagern gearbeitet. Sieben Jahre lang leitete sie außerdem eine Gruppe für Kinder mit abweichender Gender-Identität. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Atlanta.







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Vielen Dank an Netgalley  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Sonntag, 15. Mai 2016

Elizabeth Little - Mördermädchen [Rezension]

Dunkelbunt

Titel:
 Mördermädchen

Autor:  Elizabeth Little
Genre: Roman
Erschienen: 21.12.2015
Verlag: Goldmann | Randomhouse
Seiten: 448
erhältlich als: Broschur, Taschenbuch, eBook
Reihe: nein

"Janie Jenkins hat alles: Ruhm, Geld und gutes Aussehen. Doch dann wird ihre Mutter ermordet – und alle Beweise sprechen gegen sie. Das Problem: Janie kann sich selbst nicht daran erinnern, was in jener Nacht geschehen ist. Als sie zehn Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wird, macht sie sich auf die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Eine Spur führt sie in die kleine Stadt Adeline in South Dakota, wo sie unter falscher Identität Stück für Stück die Vergangenheit ihrer Mutter entschlüsselt. Warum musste diese sterben – und trägt Janie tatsächlich Schuld an ihrem Tod?" [Quelle:klick

Das Cover zeigt Janie wie auf einem Fahndungsfoto, wir sehen aber nur das halbe Gesicht. Ich finde das Cover ziemlich gut und das abgebildete Mädchen auch gut getroffen, wenn man davon ausgeht dass es zum Zeitpunkt der Tat aufgenommen wurde. Die Protagonistin müsste ja deutlich älter sein als das Cover-Mädchen wenn sie 10 Jahre im Gefängnis saß. 
Sobald meine Entlassung amtlich war, zogen Noah und ich unseren Plan durch.
Jane - von der Öffentlichkeit zu ihrem Missfallen Janie genannt - Jenkins wurde wegen des Mordes an ihrer Mutter zu 10 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt und ist jetzt frühzeitig entlassen worden. Das Problem an dem Mord ist: Jane erinnert sich nicht daran ob sie die Tat begangen hat oder nicht. Sie kann sich nicht sicher sein ob sie Schuld hat am Tod ihrer Mutter, schließt es aber auch nicht völlig aus. Um das herauszufinden stellt sie schon im Gefängnis zusammen mit ihrem Anwalt Noah Nachforschungen an und als Jane wieder in Freiheit ist fährt sie zum Geburtsort ihrer Mutter, um dort mehr über sie herauszufinden. 

Dort erfährt sie nicht nur einiges über das Leben ihrer Mutter sondern obendrein auch noch ein paar Dinge über sich selbst.

"Mördermädchen" klingt nach einer echt spannenden Story voll Action, Selbstzweifeln, Verzweiflung und Sehnsucht nach der Wahrheit.
Leider muss ich sagen, dass sich keiner dieser Erwartungen erfüllt hat. 

Jane Jenkins will zwar unbedingt erfahren, was mit ihrer Mutter passiert ist und ob sie Schuld hat an ihrem Tod, der Weg zu dieser Erkenntnis ist aber sehr langatmig und leider überhaupt nicht actionreich. 

Jane fährt nach Ardelle, der alten Heimat ihrer Mutter, und lernt dort ihr altes Umfeld kennen. Sie findet Hinweise und kann einige Querverbindungen zu Janes Erinnerungen ziehen - das ganze geschieht aber mit so vielen langatmigen Strecken, dass ich im Laufe des Buchs dazu übergegangen bin, Absätze zu überspringen. Das tue ich normalerweise nie bei einem Buch. 

Jane präsentiert sich ziemlich sarkastisch, was durchaus als humorvoll oder selbstironisch durchgehen könnte. Auf mich wirkte dieser Humor aber eher platt und erzwungen. Jane wirkt extrem abgebrüht und zeigt kaum Gefühle, trotzdem will sie Licht in die Dunkelheit des Mordhergangs bringen. Ich dachte mir dabei mehr als ein mal: Wenn Jane ihre Mutter doch so abstoßend und unerträglich fand wie sie immer wieder durchblicken lässt, wieso sucht sie dann überhaupt nach ihren Wurzeln? Würde ein Mensch, der wegen dem Mord an der eigenen Mutter im Gefängnis sitzt, nicht im Allgemeinen viel emotionaler reagieren als Jane? 

Die Emotionslosigkeit wirkt auf mich vollkommen unangebracht und unrealistisch und lässt zudem die Protagonistin auch extrem unsympathisch auf mich wirken. 


Die Recherchen in Ardelle ziehen sich streckenweise sehr, sodass die Spannung meiner Meinung nach auf sich warten lässt. Bis dann etwas interessantes passiert sind bestimmt zwischenzeitlich 200 Seiten an mir vorbeigeflogen, an die ich mich schon jetzt kaum mehr erinnern kann. 

Janes Aufenthalt im Gefängnis sowie ihr eigenes Seelenleben bleiben vollkommen außer Acht, was ich eher unpassend für die Story finde. Als ob 10 Jahre Gefängnis so wenige Spuren bei einem Menschen hinterlassen würden. Unrealistischer geht es kaum noch.

Ich hatte noch die leise Hoffnung, dass mich das Ende vielleicht noch etwas mehr fesseln könnte und deswegen habe ich das Buch nicht abgebrochen. Ich muss sagen, dass es am Ende für mich einfach nur noch haarsträubender wurde und ich das Buch eigentlich gar nicht mehr ernst nehmen konnte. Sehr traurig, da es doch eigentlich Potenzial gehabt hätte.

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 1 Stern geben. Ich bin mir sicher, dass mir die Story nicht lange im Gedächtnis bleiben wird, so viel Vorfreude ich auch vor dem Lesen hatte. Meine Erwartungen konnte "Mördermädchen" absolut nicht erfüllen.


Elizabeth Little ist in St. Louis geboren und aufgewachsen. Sie studierte an der Harvard University und veröffentlichte Artikel in der New York Times und dem Wall Street Journal. Nach zwei Sachbüchern wurde ihr Debütroman auf Anhieb ein Los Angeles Times Bestseller. Elizabeth Little lebt mit ihrer Familie in Los Angeles.






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Dienstag, 10. Mai 2016

sommerlich # 4

Dunkelbunt


Der Sommer ist endlich da und am bisher schönsten Wochenende in diesem Jahr haben der Herzensmann und ich einen Kurztrip nach Berlin gemacht. Bei weit über 20 Grad haben wir 4 wundervolle Tage in der Hauptstadt verbracht und dort auch meinen Geburtstag gefeiert. In Berlin sind natürlich auch einige Fotos entstanden, die ich aber noch nicht alle gesichert habe. Da der Herzensmann leider diese Woche im Krankenhaus verbringen muss werde ich wohl auch eher nicht dazu kommen die Berlin Fotos diese Woche schon zu posten aber sie rennen ja nicht weg. Dafür plane ich einen kleinen Stadtführer hier auf dem Blog! 

Vor Berlin hab ich aber auch ein paar sommerliche Fotos gemacht (hab ich schon erwähnt, dass mein 365-Tage-Fotos-Projekt auf tookapic wirklich super ist?!), und die kann ich euch heute schon mal zeigen. 

Ich hoffe es geht euch gut und ihr genießt die Sonne! 



Mittwoch, 4. Mai 2016

Zitatesammlung: Tage mit Leuchtkäfern

Dunkelbunt




Dienstag, 3. Mai 2016

Neuerscheinungen: Mai 2016

Dunkelbunt



- Band 2 -

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila den »Kampf der Klingen« für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse »Unfälle« sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Turnier scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster …


Erscheint am 02.05.2016 bei Ivi | Piper | als Broschur 


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Nachdem ich den ersten Teil der Blade-Blade Reihe wirklich gut fand freue ich mich sehr auf Teil 2 und kann es kaum erwarten! Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und finde das Cover schon sehr schön. Das Buch wartet schon zu Hause darauf gelesen zu werden :)

Lilly Lindner ist ein literarisches Ausnahmetalent unter den jungen deutschsprachigen Autorinnen. Seit sie ihr wortgewaltiges Debüt "Splitterfasernackt" vorlegte – die Verarbeitung ihrer eigenen Geschichte –, hat sie eine große Fangemeinde um sich geschart. Auf ihren zahlreichen Lesungen bewegt und erschüttert Lilly Lindner ihre Zuhörer, viele reisen ihr nach, um ihren Worten lauschen zu können. Es ist die Sprache dieser Autorin, die den Menschen unter die Haut geht. In ihrem neuen Buch erzählt Lilly Lindner die Autobiographie der Zeit – eine faszinierende Geschichte voller Weisheit, Poesie und Kraft.

Erscheint am 02.05.2016 bei Droemer Knaur | als HC

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Lilly Lindner gehört zu meinen Lieblingsautoren und deswegen ist das hier für mich ein absolutes Muss! Ich lege euch auch alle anderen Bücher von Lilly sehr ans Herz und werde "Die Autobiographie der Zeit" sehr schnell nach dem Erscheinen lesen weil ich einfach süchtig nach dieser grandiosen Autorin bin.



- Band 2 -


In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Zwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass' ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen ...

Erscheint am 09.05.2016 bei heyne fliegt | Randomhouse | als HC | eBook

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Diese Neuerscheinung ist der zweite Teil der Trilogie und ich hab den ersten noch nicht gelesen. Da der erste Teil aber schon vielversprechend klingt werde ich das bald nachholen und dann will ich auf jeden Fall auch Teil 2 lesen! Kennt ihr die Trilogie schon? 



Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?

Erscheint am 24.05.2016 bei Penhaligon | Randomhouse | als HC | eBook

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Das hier ist das Finale der Auslese-Trilogie und deswegen muss ich es wohl früher oder später lesen, auch wenn mich Teil 1 und 2 nicht vollends überzeugen konnten. Trotzdem will ich irgendwie wissen wie die Geschichte ausgeht. Das Buch muss aber wahrscheinlich erst mal eine Zeit lang warten und steht auf meiner Prioritätenliste nicht ganz weit vorne.

Montag, 2. Mai 2016

Monatsrückblick: April 2016

Dunkelbunt

Ich hab euch bisher in diesem Jahr noch keinen Monatsrückblick geschrieben... Schande über mein Haupt.. Aber ich hab leider auch echt nicht so viel gelesen dieses Jahr. Im April ging es aber endlich mal bergauf lesetechnisch und auch fotografiert habe ich ziemlich viel. Wer da mehr sehen will schaut am besten mal auf meinem Tookapic-Profil vorbei!



Meine Favoriten in diesem Monat:

Im April hab ich wirklich tolle Bücher gelesen und mir fällt die Auswahl echt schwer aber letztendlich kann ich euch zwei Monatshighlights zeigen:

Dieser Debütroman hat es mir wirklich angetan. Mit einer unheimlichen Leichtigkeit berichtet Zoe Hagen von einem Mädchen, das unter einer Essstörung leidet und durch ihre neuen Freunde wieder Glück im Leben kennenlernt. 


Ich hab echt mal wieder total lange dafür gebraucht um diese Reihe zu beginnen aber es hat sich gelohnt! Gleich der erste Teil hat mich total gefesselt und ich lese jetzt schon den zweiten Teil. Wer mehr wissen will klickt wie immer auf das Cover und kommt dadurch sofort zu meiner Rezension.




Flop des Monats:

Einen richtigen Flop gab es in diesem Monat nicht und es wäre unfair, die "mittelmäßigen" Bücher hier als Flop aufzulisten. Meine 3-Sterne-Bücher diesen Monat konnten mich zwar nicht vollkommen überzeugen aber schlecht war davon wirklich keins. 




Gelesene Bücher: 7 - Dieser Monat war der erste in diesem Jahr wo ich mit der Anzahl meiner gelesenen Bücher echt zufrieden bin. Ich hoffe jetzt dass ich den Schnitt weiterhin halten kann :)

Gelesene Seiten: 2.528

Meine Rezensionen: 

"Tage mit Leuchtkäfern" von Zoe Hagen | * * * * *
"Fuck off/on" von Alexandra Newski | * * *
"Panic" von Lauren Oliver | * * * * 
"Cold Calls" von Charles Benoit | * * *
"Vollendet I" von Neal Shusterman | * * * * *
"Everflame - Feuerprobe" von Josephine Angelini | * * * * *
"Wer war Alice" von T. R. Richmond | * * *

Ausstehende Rezension:

-

Meine liebsten Rezensionen:

"Witch Hunter" von Virginia Boecker | bei City of Books




Liebste Fotos von mir: 



Sonntag, 1. Mai 2016

Zoe Hagen - Tage mit Leuchtkäfern [Rezension]

Dunkelbunt


Titel:
 Tage mit Leuchtkäfern

Autor:  Zoe Hagen
Genre: Roman
Erschienen: 14.03.2016
Verlag: Ullstein
Seiten: 192
erhältlich als: Broschur, Taschenbuch, eBook
Reihe: nein

"»Das Leben ist ein Privileg«, sagte ich. 
»Das Leben ist ein Privileg?«, fragte Noah erstaunt. 
»Ja«, sagte ich. Noah zog die Luft ein, ein Lächeln umspielte seine Lippen. Er drehte sich zu Fred und den anderen um und fragte: »Wo zum Henker hast du denn den kleinen Gandhi hier her?«

Du bist einsam und unglücklich, dein Leben wie ein falscher Film, der an dir vorbeiläuft. Bis du neue Freunde triffst. Gut, die sind alle ein bisschen verrückt, sie nennen sich »Der Club der verhinderten Selbstmörder«. Aber sie geben dir Halt und sind wie Leuchtkäfer in deiner bodenlosen Traurigkeit. Denn du hast nur das eine Leben
.
" [Quelle:
klick

Das Cover finde ich wirklich wunderschön, die Farben und die Schrift sind einfach total mein Geschmack und sprechen mich extrem an. Ich würde schon soweit gehen und sagen, es ist bisher das schönste Cover in diesem Jahr!
Lieber Gott, 
ich schreibe, weil ich sonst wahnsinnig werden würde.
Gandhi, von der wir erst sehr spät erfahren wie sie wirklich heißt, ist sehr unglücklich mit ihrem Leben. Zu ihrem Vater hat sie kaum Kontakt und will es auch nicht, ihre Mutter verschließt konsequent die Augen vor Gandhis Problemen, sie hat keine Freunde, dafür aber eine schon ziemlich ausgeprägte Essstörung. Gandhis Leben läuft also geradewegs gegen die Wand. Es besteht nur noch aus Selbsthass, Vorwürfen, weinen und erbrechen und es scheint keinen Weg aus diesem Teufelskreis heraus zu geben - bis sie unverhofft Teil einer Gruppe Jugendlicher wird, die sich "Der Club der verhinderten Selbstmörder" nennt.

Von nun an besteht der "Club der verhinderten Selbstmörder" aus 6 Jungs und Mädchen, die alle ihre eigenen schwerwiegenden Probleme haben, die aber mit ihrem Leid zusammen umgehen. Sie haben sich gefunden und helfen sich gegenseitig doch es ist nicht alles so traurig wie es sich anhört, ganz im Gegenteil. In der Absurdität der Welt wird bei Gandhi, Fred, Lynn, Amira, Fabien und Noah sehr viel gelacht, rumgealbert und vor allem verbringen sie sehr viel Zeit miteinander und das tut allen gut. 

Die 6 Freunde wachsen sehr schnell zusammen und helfen sich in allen Lebenslagen, wodurch sich Gandhis Zustand kontinuierlich verbessert. 

"Manchmal ist die Illusion weitaus schöner als die Realität, die Realität nichts als die schlechte Kopie der Vorstellung." - 8

In Briefen an Gott beschreibt Gandhi, wie sie sich fühlt und der Leser bekommt wie in Tagebucheinträgen den Lauf der Geschichte dargelegt. Dabei betont Gandhi schon ganz zu Beginn, dass sie nicht wirklich an Gott glaubt und Gott nur eine stellvertretende übergeordnete "Macht" für sie ist, etwas an das sie schreiben kann um all ihre Gedanken loszuwerden. Diese Einleitung war für mich persönlich sehr gut, da ich selbst nichts mit dem Gebilde Gott anfangen kann, aber Gandhis Wunsch sich auszudrücken sehr gut nachvollziehen kann. So fiel es mir sehr leicht, mich mit der täglichen Anrede "Lieber Gott..." anzufreunden. 

Die Protagonisten sind mir alle unheimlich schnell ans Herz gewachsen und ich wollte unbedingt wissen, was ihre Probleme sind und wie die Freunde sich gegenseitig in schweren Zeiten stützen. Zoe Hagen hat die Gruppendynamik perfekt aufgebaut, alles erscheint mir wie ein Abbild eines Lebens, was sich ganz genau so hätte abspielen können. 

Die Handlung ist zwar an manchen Stellen extrem, aber dabei keinesfalls übertrieben oder unrealistisch. Zoe Hagen gelingt hier mit einer unheimlich bewegenden Leichtigkeit ein Balanceakt zwischen Leid und Freude, zwischen tiefster Verzweiflung und glücklichstem Höhenflug.

"Dinge müssen wohl immer erst kaputtgehen, um repariert werden zu können" - 177

"Tage mit Leuchtkäfern" hat zwar nur 192 Seiten aber diese sind voller Gefühl und man wünscht sich, sie würden nicht mehr enden. Ich habe mir viele Zitate angestrichen, die ich gar nicht alle in diese Rezension packen kann und deswegen noch mal einen gesonderten Zitate-Post machen möchte. 

Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch einer so jungen Autorin und werde ihren Werdegang definitiv weiter verfolgen. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.



Zoe Hagen, geboren 1994, steht regelmäßig mit ihren Texten auf der Bühne. 2014 wurde sie deutsche Vize-Meisterin der U20-Poetry Slammer. Ihr Debüt schrieb sie mit 17 Jahren binnen weniger Wochen. Damals hätte sie sich über mehr Glühwürmchen in ihrem Leben gefreut.






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Vielen Dank an NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Jahresstatistik

2016

Gelesene Bücher: 14
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zuletzt aktualisiert: 17.05.2016

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2015

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Gelesene Seiten: 14.123
Hörbücher: 4
Durchschnittliche Bücher pro Monat: 3

zuletzt aktualisiert: 14.12.

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2014

Gelesene Bücher: 49
Gelesene Seiten: 17.683
Durchschnittliche Bücher pro Monat: 8

zuletzt aktualisiert am 16.12.