Donnerstag, 8. Dezember 2016

Anna Snoekstra - Ihr letzter Sommer [Rezension]

Dunkelbunt


Titel: Ihr letzter Sommer
Autor:  Anna Snoekstra
Genre: Thriller
Erschienen: 15.08.2016
Verlag: Harper Collins Verlag
Seiten: 304
erhältlich als: Taschenbuch, eBook
Reihe: nein


"„Mein Name ist Rebecca Winter. Ich wurde entführt.“ 

Im Sommer 2003 verschwindet die 16-jährige Rebecca Winter spurlos. Elf Jahre später greift die Polizei eine junge Rumtreiberin auf, die behauptet, Rebecca zu sein – und der Gesuchten tatsächlich so täuschend ähnlich sieht, dass deren Familie sie mit offenen Armen aufnimmt. Die vermeintliche verlorene Tochter genießt die ungewohnte Zuwendung und schlüpft mit wachsender Begeisterung in Rebeccas Kleider und Leben. Doch je intensiver sie sich mit ihrer Rolle identifiziert, desto tiefer dringt sie in Rebeccas Gefühlswelt vor. Und kommt der tödlichen Wahrheit um ihr Verschwinden immer näher …
"
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Das Cover wirkt eher wie das eines Jugendbuchs als eines Thrillers, ist aber trotzdem passend. Ich mag es sehr gern, vor allem durch die Schriftart, die so wirkt wie von einer alten Schreibmaschine. Es ist fast ein bisschen schade, dass ich das eBook gelesen habe und das Buch jetzt nicht in meinem Bücherregal steht. Ich finde hier auch tatsächlich mal den deutschen Titel viel besser als den Originaltitel "Only Daughter".

Ich war schon immer gut darin, eine Rolle zu spielen.
Vor 10 Jahren ist Rebecca Winter verschwunden, spurlos, und niemand rechnet mehr damit dass Sie noch gefunden werden kann. Das kommt einer jungen Frau, die es nicht so genau mit dem Gesetz nimmt und von der Polizei aufgegriffen wird, sehr zu Gute. Denn sie sieht Rebecca auch nach über 10 Jahren nach Rebeccas Verschwinden erstaunlich ähnlich - und nutzt das prompt aus. Sie gibt sich für Rebecca aus und bringt damit einiges erneut ins Rollen.

Innerhalb kürzester Zeit glauben ihr alle - einschließlich der Polizei und der Familie - dass sie die verschwundene Tochter ist. Sie richtet sich in Rebeccas Leben ein und versucht somit ihr eigenes verkorkstes Leben hinter sich zu lassen. 

Doch was ist Rebecca wirklich passiert? Kann ihre Doppelgängerin mit der Schuld leben, Rebeccas Verschwinden nicht aufzudecken? Was ist mit dem eifrigen Polizisten, der sich die Zähne an dem Fall ausgebissen hat? Und wie lange kann sie vor Rebeccas Familie dieses Leben vortäuschen? 

Wer träumt nicht selbst von Zeit zu Zeit davon, sein Leben mit jemand anderem zu tauschen? Ich bin mir sicher, jeder hat diesen Gedanken ab und zu. Doch was heißt es wirklich, sich in das Leben eines verschwundenen Mädchens einzunisten? Man kennt die Person überhaupt nicht und muss sich so verhalten wie sie, Erinnerungen vortäuschen, die man nicht haben kann, und seine Familie lieben, als wäre es die eigene. 

Was passiert dann, wenn die Familie sich seltsam verhält? Man kann sie ja nicht einfach fragen, ob man sich untypisch benommen hat. Ob sie wissen, dass man gar nicht der ist, für den man sich ausgibt. 

Was macht man, wenn man plötzlich verfolgt wird und Angst hat um sein Leben? Man kann nicht einfach zur Polizei gehen denn das würde das ganze Kartenhaus zum Einsturz bringen.

All diese Fragen stellt sich "Rebecca" in "Ihr letzter Sommer" auch mit der Zeit. Zudem kommt sie irgendwann an den Punkt, dass ihr Gewissen ihr übel mitspielt weil niemand erfahren wird, was mit Rebecca passiert ist. Sie möchte das Verschwinden der jungen Frau aufklären und gerät in einen Strudel aus Lügen, Gewalt und Angst.

Dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen. Der Plot an sich ist ja schon spannend aber was Anna Snoekstra für Wendungen einbaut, hat mich wirklich überzeugt. Ich hab die ganze Zeit über eine Ahnung gehabt, wie es ausgeht, und habe einfach mal komplett falsch gelegen. Das passiert mir immer seltener bei Thrillern aber "Ihr letzter Sommer" hat es wirklich geschafft, mich zu fesseln und absolut zu überzeugen. 

Die Charaktere sind alle wahnsinnig interessant und ich würde sogar noch mehr über sie erfahren wollen. Ich würde tatsächlich Bücher aus der Sicht der einzelnen Charaktere lesen weil es alles so ein großes Puzzlespiel ist, dass ich hier noch viel Potenzial sehe. 

Ich will nicht zu viel spoilern, ihr müsst das Buch wirklich selbst lesen wenn euch die Story anspricht. Ich hab es verschlungen. Ich werde Anna Snoekstra im Auge behalten und definitiv weitere Bücher von ihr lesen. 

Es ist ganz klar für mich, dass ich hier 5 von 5 Sternen vergeben kann! 


Anna Snoekstra, Jahrgang 1988, wuchs in Canberra auf und zog mit 18 Jahren nach Melbourne, wo sie Film und Creative Writing studierte. Sie hat mehrere Kurzfilme und Musikvideos gedreht, bevor sie sich ganz aufs Schreiben konzentrierte. Ihre Geschichten sind in zahlreichen Literaturmagazinen erschienen; die Erzählung „Greyfields“ schaffte es auf die Shortlist für den renommierten „Viva La Novella“-Preis 2014. Ihre Lieblingsautoren sind Joyce Carol Oates und Susan E. Hinton, ihr Lieblingszitat stammt von Charles Bukowski: „Finde, was du liebst, und lass es dich töten“.





Hier geht es zur Leseprobe!


Vielen Dank an Netgalley  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 29. November 2016

Karl Olsberg - Mirror [Rezension]

Dunkelbunt



Titel: Mirror
Autor:  Karl Olsberg
Genre: Thriller
Erschienen: 15.08.2016
Verlag: Aufbau Verlag
Seiten: 400
erhältlich als: Broschur, eBook
Reihe: nein


"Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen.

Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen …"
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Das Cover mag ich ehrlich gesagt nicht so gerne, ich kann auch gar nicht genau sagen wieso. Ich denke es ist mir zu "technisch", obwohl das natürlich zum Inhalt des Buchs passt. 

Carl Poulson saß entspannt am Steuer seines Tesla und las ein Buch, während er vorschriftsgemäß mit nicht mehr als fünfundfünzig Meilen pro Stunden den Highway 101 Richtung Norden entlangfuhr.
Der sogenannte Mirror hat die Smartphones von heute abgelöst. Immerhin ist er viel komplexer, kann viel mehr Dinge und kennt seinen Besitzer noch viel besser als die Geräte unserer Zeit uns schon heute kennen. Er löst mit Leichtigkeit die Probleme vieler Menschen: Besorgt ihnen Jobs, neue Partner oder übersetzt Gesichtsausdrücke für den autistischen Jugendlichen Andy. 

Andy verliebt sich in ein Mädchen, alles nur wegen seinem neuen Mirror. Doch als seine Freundin Victoria plötzlich für ihn nicht mehr erreichbar ist und ihr Mirror ausrichten lässt, Victoria würde ihn nicht mögen und erst recht nicht mehr sehen wollen, bricht eine Welt für Andy zusammen. 

Derweil stellt die Journalistin Freya fest, dass auch ihr Mirror sich eigenartig verhält, ja, er scheint sogar Gefühle zu entwickeln. 

Immer mehr spitzen sich die einzelnen Geschichten zu und der Verdacht manifestiert sich immer mehr: Die Mirror entwickelt eigene Ziele, die sie kaltblütig durchsetzen - auch wenn sie ihre Besitzer damit in große Gefahr bringen.


Das Thema hinter "Mirror" finde ich sehr interessant. Wie viele Geräte benutzen wir tagtäglich, ohne uns wirklich Gedanken darüber zu machen, was sie für Daten über uns sammeln? Was würde passieren, wenn diese Daten nicht nur zu unserem besten verwendet würden sondern die Geräte uns ganz gezielt manipulieren würden? Und woher wollen wir überhaupt wissen, dass dem nicht schon längst so ist? 

Dieses Gedankenexperiment ist Karl Olsberg wirklich gut gelungen. Behutsam führt er uns an die Benutzung der Mirror heran und mit seinen Protagonisten lernen auch wir als Leser das Gerät schätzen und sehen die Vorteile, die es bringen kann. Doch es dauert nicht lange bis auch die Schattenseiten ans Tageslicht treten und sich eine enorme Spannung aufbaut. 

Die Kapitel zeigen unterschiedliche Handlungsstränge um die einzelnen Protagonisten, die zu Beginn noch nicht so recht zusammengehören wollen. Im Verlauf des Buchs fügen sie sich jedoch wie Puzzleteile zusammen und ergeben zum Schluss ein perfektes Gesamtbild. 

Ich hatte während des lesens häufiger ein beklemmendes Gefühl und den Gedanken "Bitte lass es niemals Wirklichkeit werden"! Ich bin überzeugt davon, dass der Mirror und sein Einfluss nicht so weit von unserer Realität entfernt ist und wir alle besser über die Verwendung solcher Geräte nachdenken sollten, um ein ähnliches Szenario zu vermeiden. Die Menschheit ist aber leider nunmal bequem und verschließt die Augen vor Problemen zugunsten einer Technik, die das Leben kurzfristig einfacher macht. 

Was den technischen Fortschritt und die "Verdummung" der Menschen angeht, trifft Karl Olsberg meiner Meinung nach ins Schwarze.

Von einem wirklich guten Thriller erwarte ich vor allem Spannung, gut ausgearbeitete Charaktere und Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. "Mirror" erfüllt diese Punkte fast zu 100 %, an ein paar Stellen hätte es aber noch einen Tick unerwarteter sein können. Ich hätte für das Genre eher die Bezeichnung Scrience-Fiction-Thriller verwendet weil es das meiner Meinung nach noch besser trifft.

Ich hab "Mirror" sehr gerne gelesen und fand es wirklich spannend, ich könnte mir auch einen zweiten Teil vorstellen. Auch ein Film wäre bestimmt sehr gut umsetzbar. 

Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen. 



Für Fans von



Karl Olsberg promovierte über Anwendungen Künstlicher Intelligenz. Er war Unternehmensberater, Marketingdirektor eines TV-Senders, Geschäftsführer und erfolgreicher Gründer mehrerer Start-ups. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Unternehmer und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Bislang erschienen im Aufbau Taschenbuch seine Thriller „Das System“, „Der Duft“, „Schwarzer Regen“, „Glanz“ sowie „Die achte Offenbarung“.






Hier geht es zur Leseprobe!


Vielen Dank an Christine Seiler vom Aufbau Verlag  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 15. November 2016

Der Lovelybooks-Leserpreis 2016

Dunkelbunt


Jedes Jahr werden von der Lovelybooks-Community die besten Bücher in xx Kategorien gewählt und auch in diesem Jahr stehen wieder ganz tolle Bücher zur Auswahl. Ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen, selbst abzustimmen und möchte euch heute meine Auserwählten zeigen. Vielleicht habt ihr auch abgestimmt und erzählt mal, bei welchen Büchern wir uns einig sind oder wo ihr ganz anderer Meinung wart? 



In der Kategorie Romane habe ich für "Am Ende bleiben die Zedern" von Pierre Jarawan gestimmt. Ich hab das Buch zwar selbst noch nicht gelesen, aber schon so unheimlich viele begeisterte Stimmen darüber gehört, dass ich denke ich hab hier eine gute Wahl getroffen. 

Der Roman wird bestimmt auch mal bei mir einziehen, allerdings muss ich dafür auch die richtige Stimmung haben. 






Auch bei den Krimis & Thrillern trifft meine Wahl auf ein Buch, welches ich bisher noch nicht gelesen habe. Da ich aber schon das erste gemeinsame Werk von Arno Strobel und Ursula Poznanski sehr gut fand, habe ich keinen Zweifel daran, dass auch ihr neuster Thriller "Anonym" mich überzeugen wird! 











Fantasy & Science Fiction hab ich eigentlich dieses Jahr relativ viel gelesen. Deswegen wundert es mich, dass ich so wenige von den nominierten Büchern in dieser Kategorie überhaupt kenne. "Wédora" ist auf jeden Fall eine gute Nominierung aber irgendwie hatte ich hier doch erwartet, dass ich mich bei der Kategorie schwerer entscheiden kann. 







Dafür aber viel mir die Auswahl bei den Jugendbüchern extrem schwer! So viele tolle Bücher, die ich auch am liebsten alle schon gelesen haben möchte. Einige sind dabei, die ich noch nicht kenne, von denen ich aber überzeugt bin dass sie großartig sind. Ich hab mich für "Black Blade" von Jennifer Estep entschieden - ein super tolle Trilogie, die ich nur empfehlen kann! Wenn ihr auf das Cover klickt, kommt ihr direkt zu meiner Rezension für den ersten Teil.



Bei Kinderbüchern bin ich jetzt nicht so bewandert aber "George" war mir bei der Erscheinung schon aufgefallen. Die Story klingt super sympathisch und ich kann mir gut vorstellen, dass das hier ein wirklich schönes gelungenes Kinderbuch ist. Deswegen kann ich ruhigen Gewissens auch für Alex Ginos Buch abstimmen, ohne es näher zu kennen.





Ich hab immer von mir gedacht, Liebesromane wären gar nicht mein Ding. Tja, hab ich wohl falsch gedacht! Das hat sich in diesem Jahr jedenfalls ziemlich gedreht denn ich habe doch einige Bücher aus diesem Genre gelesen. Eins davon hat mich besonders beeindruckt und auch 5 von 5 Sternen eingesammelt: "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" von Petra Hülsmann. Wie schön, dass ich dieses Jahr auch bei Lovelybooks für sie abstimmen kann! Wenn ihr aufs Cover klickt kommt ihr zu meiner Rezi.


Ich gebe es zu: Mit erotischen Romanen stehe ich auf Kriegsfuss. Ich hab schon mehreren Reihen eine Chance gegeben und auch Einzelbände gelesen und nur sehr wenige von ihnen konnten mich auch nur ansatzweise überzeugen. Von meinen liebsten Erotikromanen ist bei der Abstimmung keins dabei, deswegen stimme ich für ein Buch, dem ich auch noch eine Chance geben würde. Alle anderen aus der Kategorie, die ich schon gelesen habe, sind bei mir gnadenlos durchgefallen. 


Historische Romane lese ich so gut wie nie, aber wenn ich einen lesen würde dann wäre es wohl dieser hier. Das Cover finde ich so schön, dass ich nun schon häufiger in der Buchhandlung davor stand und dann relativ enttäuscht festgestellt habe, dass es ja ein historischer Roman ist. Leider sagt mir das Genre fast nie zu, was ich manchmal schade finde. 




Dieses Buch fertig zu machen ist zwar nicht nett, ganz sicher aber witzig! Das ist ein Klassiker in der Kategorie Humor und von mir auch schon ein paar Mal verschenkt worden. 











Sachbuch und Ratgeber ist eine super tolle Kategorie, da man hier immer spannende Bücher kennenlernt, über die man wahrscheinlich sonst nicht gestolpert wäre. "Frühstück mit Elefanten" ist bereits auf meinem Kindle und wartet sehnsüchtig darauf, gelesen zu werden. Ich liebe Reiseberichte und freue mich schon sehr auf diesen hier!





Für das Hörbuch "Infernale" hatte ich mich damals beim Bloggerportal beworben, es jedoch leider nicht mehr bekommen weil der Ansturm so riesig war. Wie es so oft ist hieß es für mich dann erstmal "aus den Augen, aus dem Sinn", aber bestimmt wird es irgendwann bei mir einziehen!



Vor ein paar Tagen kam meine Rezension zu "Royal" online, allerdings erst zum Reihenauftakt und nicht zu diesem Teil. Ich fand den 1. Teil jedoch wirklich super und werde definitiv bald weiter lesen. In der Kategorie bestes e-Book only ist diese Reihe auf jeden Fall sehr verdient gelandet!
Auch hier kommt ihr zu meiner Rezension zum ersten Teil wenn ihr rechts auf das Cover klickt. 




Ganz klarer Fall für mich: "So wüst und schön sah ich noch keinen Tag" ist für mich der beste Buchtitel! Das Zitat aus Macbeth bleibt doch wirklich im Kopf, oder? 








Also Cover sind ja total ausschlaggebend für mich. Wenn ich ein Cover richtig hässlich finde dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich dem Buch eine Chance gebe, relativ gering. Auf der anderen Seite kaufe ich manchmal auch Bücher nur weil mir das Cover so gut gefällt.... In der Kategorie bestes Buchcover fällt es mir deswegen schwer eine Entscheidung zu treffen. Aber ich denke mein Favorit wird hier auch das Rennen machen. 




So meine Lieben, und jetzt seid ihr gefragt! 
Habt ihr schon abgestimmt? Wollt ihr noch abstimmen? Oder ist es euch total egal, wer in den Kategorien dieses Jahr das Rennen macht? Lasst es mich doch gerne wissen! 

Zur Abstimmung kommt ihr übrigens wenn ihr aufs Titelbild oben klickt oder aber ganz einfach hier.

Montag, 7. November 2016

Valentina Fast - Royal I - ein Leben aus Glas [Rezension]

Dunkelbunt




Titel:
 Royal - Ein Leben aus Glas

Autor: Valentina Fast
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 27.06.2016
Verlag: impress | Carlsen Verlag
Seiten: 235
erhältlich als: nur eBook
Reihe: ja, Teil 1 / ?

"Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen "[Quelle:klick

Das Cover ist ein klassisches Cover für den Inhalt und sticht nicht besonders hervor wenn man das Buch mit ähnlichen Büchern vergleicht. Das finde ich ein bisschen schade. Ich mag das Cover an sich schon aber ich würde mir da etwas mehr Abwechslung wünschen.

Das hier ist meine Geschichte.
In dem dystopischen Land Viterra herrscht ein König über die Bevölkerung, der natürlich als Staatsoberhaupt auch eine Königin an seiner Seite braucht. Damit sich der zukünftige König seine Königin aussuchen kann, wird eine "Königinnenwahl" veranstaltet, die landesweit auch im Fernsehen ausgestrahlt wird. Bei der Wahl können sich junge Mädchen bewerben und der Prinz kann am Ende der Show seine Prinzessin erwählen. 

In diesem Jahr ist jedoch einiges anders denn der Prinz ist öffentlich nicht bekannt und es treten 4 "Prinzen" an, um zu gewährleisten, dass am Ende eine junge Frau übrig bleibt, die sich wirklich in den zukünftigen König verliebt hat. Niemand weiß, wer der Prinz ist, so auch nicht unsere Protagonistin Tatyana.

Tatyana will eigentlich auch gar nicht an der Königinnenwahl teilnehmen sondern nur in Ruhe mit ihrer Schwester und deren Mann in einer Wohnung zusammen leben und eine Ausbildung beginnen. Doch ihre Tante, bei der sie noch lebt, knüpft an den Umzug die Bedingung, an der Wahl teilzunehmen soweit Tatyana auch kommen mag. 

Also ergibt sie sich ihrem Schicksal und wird auch tatsächlich in die Show gewählt - und lernt dort nicht nur die 4 potentiellen Prinzen sehr gut kennen, sondern auch sich selbst.

Zugegeben - "Royal" erinnert auf den ersten Blick doch sehr an Ciera Kass' "Selection"-Reihe. Und auch wenn das ein harter Vergleich ist, da "Selection" ja jegliche Bestsellerlisten gesprengt hat, so kann "Royal" doch auf jeden Fall sehr gut mithalten und sich absolut gegen seinen Genre-Kollegen behaupten.

Tatyana ist eine wahnsinnig sympathische, normale, junge Frau, die einfache Ziele und Pläne hat und die sich überhaupt nicht für die Show interessiert. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, dass sie zu ihrer Schwester ziehen will und dafür diesen ihr nicht ganz passenden Weg einschlägt. Natürlich ist klar, dass sie weiterkommt. Wie es dann aber weitergeht ist nicht immer absehbar und wie ich finde sehr authentisch aufgebaut. 

Die potentiellen Prinzen sind alle sehr unterschiedlich aber jeder auf seine eigene Art irgendwie sympathisch und interessant. Während des Lesens entwickelt man schon die ein oder andere Vermutung, wer der Prinz ist, ob ich mit meinen Ideen dann am Ende richtig liege? Wer weiß. Ich lass mich überraschen! 

Ich hab "Royal - Ein Leben aus Glas" sehr gerne gelesen, auch wenn ich jetzt im Umzugsstress wesentlich länger dafür gebraucht habe als gedacht. Ich freu mich schon auf Teil 2, der sicherlich noch dieses Jahr von mir gelesen werden wird. 

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.


Valentina Fast wurde 1989 geboren und lebt heute im schönen Münsterland. Beruflich dreht sich bei ihr alles um Zahlen, weshalb sie sich in ihrer Freizeit zum Ausgleich dem Schreiben widmet.








Hier geht es zur Leseprobe!




Dienstag, 27. September 2016

Moira Fowley-Doyle - Wenn der Sommer endet [Rezension]

Dunkelbunt



Titel:
 Wenn der Sommer endet

Autor: Moira Fowley-Doyle
Genre: Jugendbuch
Erschienen: 27.06.2016
Verlag: cbt | Randomhouse
Seiten: 320
erhältlich als: Hardcover, eBook
Reihe: nein

"So lasst uns die Gläser erheben auf die dunkle Zeit … Die dunkle Zeit, wie die 17-jährige Cara, ihre Schwester Alice und ihre restliche Familie es nennen, scheint wie ein Fluch, der sie einmal im Jahr für ein paar Wochen heimsucht. In diesem Zeitraum passieren Unfälle, geliebte Menschen sind schon gestorben. Und dieses Jahr soll es eine der schlimmsten dunklen Zeiten werden, prophezeit Caras Freundin Bea. Mysteriöse Dinge geschehen und bald weiß Cara nicht mehr, was Traum und was Realität, was Magie und was echt ist. Die Grenzen verschwimmen, und als lange vergessene tragische Ereignisse ans Licht kommen, könnte es für Cara, ihre große Liebe Sam und ihre Schwester Alice schon zu spät sein …" [Quelle:klick

Das Cover finde ich sehr schön, es spiegelt genau die richtige Stimmung wider und ist so verträumt wie das Buch selbst. Nur den deutschen Titel finde ich nicht so schön passend wie den Originaltitel. Dieser lautet nämlich "The Accident Season" und passt meiner Meinung nach viel  besser zum Buch.

Als ich Bea die Worte mit eindringlicher Stimme vortragen hörte, lief es mir kalt den Rücken hinunter.
Cara und Bea sind seit Jahren beste Freundinnen und sie teilen nicht nur den Schulalltag miteinander sondern auch ihr Außenseiter-Dasein. Tarot-Karten zu legen sorgt bei ihrem Umfeld für Unverständnis und so bleiben die beiden meist für sich. Aber auch Caras Stiefbruder Sam und ihre Schwester Alice sind mit den beiden eng befreundet und so verbringen die 4 die meiste Zeit zusammen. 

Als Cara ihre alten Fotos durchsieht fällt ihr aber eine längst vergessene Freundin aus Kindheitstagen auf, Elsie. Elsie scheint auf jedem ihrer Fotos zu sein, auch in Situationen die Elsie gar nicht miterlebt haben kann. Und das Mädchen ist in der Schule nicht mehr auffindbar, niemand scheint sich so richtig an sie zu erinnern. Cara beginnt mit ihren Freunden nach Elsie zu suchen und stößt dabei auf Mysterien, Familiengeheimnisse und ihre eigene geheim gehaltene Gefühlswelt.

"Wenn der Sommer endet" ist ein Buch, welches mich stark an Antonia Michaelis' Jugendroman "Niemand liebt November" erinnert hat. Wer mich kennt weiß, dass das ein riesiges Kompliment ist, denn "Niemand liebt November" gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. 

Moira Fowley-Doyle hat hier eine mystische Geschichte zum Leben erweckt, die mich oft hat zweifeln lassen, was Realität ist und was nicht. Auch Cara steht zwischenzeitlich vor der selben Frage und so lernt man als Leser mit Cara gemeinsam die Zusammenhänge kennen. 


Ich will nicht zu viel verraten weil das den Zauber des Buchs vorwegnimmt aber ich kann euch sagen, dass ich "Wenn der Sommer endet" wirklich sehr gerne gelesen habe. Die Seiten blätterten sich beinahe von selber um. 

Die Jugendlichen haben alle ihre eigenen Probleme, sind alle wunderbar verschroben und gleichzeitig so typische Jugendliche, dass man sich kaum entscheiden kann ob man schmunzeln oder Angst um sie haben soll. 


Das Buch sorgt für Überraschungen, erfüllt aber auch Erwartungen, schlussendlich sind einige Wendungen wahrscheinlich für die meisten Leser nicht unvorhersehbar. Trotzdem riss mich die Story absolut mit und ich hab die Protagonisten in mein Herz geschlossen und würde glatt noch eine Fortsetzung lesen. 

"Wenn der Sommer endet" ist für mich ein kleines Stück Urlaub von der Realität gewesen.

Ich kann hier 5 von 5 Sternen vergeben und eine klare Leseempfehlung für Jugendbuch-Liebhaber aussprechen, die es beim lesen mögen wenn Realität und Einbildung nah beieinander liegen.


Moïra Fowley-Doyle ist halb Französin, halb Irin und lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer alten Katze in Dublin.

Moïras französische Hälfte mag Rotwein und düstere Bücher, in denen alle sterben. Ihre irische Hälfte mag Tee und Happy Ends.

Wenn der Sommer endet ist ihr erster Roman.




Hier geht es zur Leseprobe!




Ich bedanke mich herzlich beim Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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